Stormbreaker – Anthony Horowitz

Anthony Horowitz war mir als Autor lange nicht aufgefallen. Das kam dadurch, dass er viele Jugendbücher schreibt und ich erst mit dem Beginn des Referendariats wieder schneller zu Jugendbüchern greife. Immerhin möchte ich mit meinen Schülern auch Lektüren lesen, die aktuell sind und sie zum Lesen animieren. Während des Referendariats im Jahr 2014 nahm ich an der Fortbildung „Lesen macht Schule“ teil. Während dieser Fortbildung in einer kleinen familiären Buchhandlung wurden unterschiedliche Unterrichtslektüren vorgestellt und wie man sie in den Unterricht einbinden kann. Unter den Lektüren war auch „Stormbreaker“ von Anthony Horowitz. Alleine die Thematik eines jugendlichen James Bond faszinierte mich, da ich James Bond und alles, was mit Geheimdiensten zu tun hat, sehr spannend finde. Somit musste Stormbreaker bei mir einziehen. Und das habe ich auch nie bereut. Es ist ein Jugendroman, den ich so ab 13 oder 14 Jahren empfehlen würde. Ein Roman, der sicherlich auch Jungen zum Lesen animieren kann.

Aber zuerst einmal der kurze knackige Klappentext:

„Erst 14 – und schon Geheimagent. – Unter mysteriösen Umständen kommt Alex Riders Onkel bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Alex wittert ein Geheimnis und erfährt, dass sein Onkel ein britischer Top-Agent war. Jetzt muss Alex dessen letzten Fall lösen…“

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Alex Rider ist die Hauptfigur des Romans. Er wohnt bei seinem Onkel Ian Rider in London, weil er ansonsten ein Waise ist. Als sein Onkel bei einem Autounfall stirbt, stellt er selbst einige Nachforschungen an und bemerkt, dass einige Umstände einfach nicht zusammenpassen. Während dieser Ermittlungen nimmt das MI-6 mit Alex Kontakt auf und erklärt ihm, dass sein Onkel ein Agent des Mi-6 war und dass sein Onkel nicht an einem normalen Autounfall gestorben ist.  Sie erzählen ihm das alles nicht ohne Hintergedanken, denn der letzte Fall von Ian Rider ist noch nicht gelöst worden und sie haben keinen Agenten mehr vor Ort. Alex soll ihnen helfen weitere Informationen zu erhalten und im Gegenzug darf er im Haus seines Onkels zusammen mit der Haushaltshilfe leben bleiben.

Nach einer kurzen Ausbildung wird er dann zu Sayle Enterprises geschickt, die Computer an die Regierung verschenken wollen, sofern die Stormbreaker (der Name der neuen Computer) fertig gestellt sind. Doch Ian Riders letzte Information, dass die Computer nie ausgeliefert werden dürfen, war ohne Erklärung geblieben. Somit setzt das Mi-6 jetzt auf Alex, den sie einfach in die Firma hineinschmuggeln können.  Warum also dürfen die Computer nicht ausgelöst werden? Was hat es mit den Stormbreakern auf sich? Wovor muss die Regierung geschützt werden? Und warum musste Alex Onkel nun sterben?

Alex findet nach und nach Antworten auf diese Fragen, bringt sich dabei aber selbst in Gefahr.

Der erste Teil der Serie rund um Alex Rider ist verfilmt worden. Der Film ist recht gut gelungen und ein gutes eigenständiges Werk. Da ich aber bereits das Buch kannte, kam er an meine Vorstellungen nicht heran. Daher bevorzuge ich in diesem Fall eindeutig das Buch. Für den Unterricht ist es jedoch ein Mehrwert, dass eine Verfilmung vorliegt. So kann man von der Buchanalyse ausgehend ebenso teilweise in die Filmanalyse einsteigen und mit den Schülern erarbeiten, dass alleine durch den Wechsel des Mediums die Verfilmung gegenüber dem Buch ein eigenständiges Werk ist.

Der Roman eignet sich zudem für den Einsatz im Unterricht, weil mehrere Themen behandelt werden können z. B. der Aufbau der Handlung, Charakterisierungen, Inhaltszusammenfassungen, Thematisierung von Cliffhangern im Zusammenhang mit dem Spannungsaufbau, Visualisierungen von Situationen, der Umgang mit Trauer, u.v.m.

Fazit: Stormbreaker ist ein rasanter und spannender Einstieg in die Serie rund um Alex Rider, der als jugendlicher Geheimagent die interessantesten Situationen meistern muss. Der Roman ist sehr ansprechend und auch einfach geschrieben. Horowitz spart nicht an Cliffhangern, so dass es mir misslang, das Buch lange aus der Hand zu legen. Ein Buch, bei dem ich mir auch vorstellen kann, dass es selbst Jungen zum Lesen animieren kann und einigen Lust darauf macht, die Reihe weiterzuverfolgen.

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