Zwischen Thriller, Krimi und Frauenroman

Nach einer langen Pause ist es soweit, es gibt ein Lebenszeichen von mir. Mein langes Schweigen war beruflich bedingt. Nun darf ich mich endlich Lehrerin nennen und habe den letzten Abschnitt meiner Ausbildung hinter mir. Jedoch brauchte ich nach dem Examen noch etwas Zeit für mich und fange jetzt langsam an die Rezensionen, die liegengeblieben sind, aufzuarbeiten.

Heute möchte ich euch zwei Romane zugleich vorstellen: „Scharade“ von Sandra Brown und „Einmal ist keinmal“ von Janet Evanovich. Beide Romane sind lockere Unterhaltungsromane ohne sprachlichen Anspruch, die Lust machen sie einfach zu Ende zu lesen.

Klappentext zu „Scharade“ von Sandra Brown:

„Eine junge, erfolgreiche Frau, der ihre Karriere alles bedeutet – bis sie nach einer Herzoperation ihr Leben von Grund auf verändert. Und auch der Liebe wieder eine Chance gibt. Doch mysteriöse Geschehnisse in ihrer Umgebung machen sie plötzlich misstrauisch: Kann sie dem neuen Mann an ihrer Seite wirklich vertrauen?“

Die Moderatorin Cat startet nach ihrer Herzoperation noch einmal richtig durch. In einer Show hilft sie Heimkindern neue Pflegeeltern zu finden. Besonders nahe gehen ihr die Geschichten der eher schwierigen Kinder. Entweder diejenigen, die schwer Kontakt zu anderen Menschen finden oder diejenigen, die ein eher aggressives Verhalten an den Tag legen. Während es mit ihrer Karriere bergauf geht, ist ihr Privatleben eher mau. Ihr Exfreund liebt sie noch immer, aber sie liebt ihn nicht mehr und der neue Mann, der sich in ihr Leben drängt, verspricht Abenteuer, aber vielleicht sogar zu viel? Plötzlich scheint Cats Leben in Gefahr zu sein. Ein Scheinwerfer fällt beinahe auf sie und sie erhält Drohbriefe und Hinweise auf den Termin ihrer Herzoperation. Was geht hier vor sich?
Ich fand die Geschichte ganz spannend zu lesen. Sie ist nicht herausragend, aber für eine lockere leichte Unterhaltungslektüre sehr gut geeignet.

Nun komme ich zum zweiten Roman.
Klappentext zu „Einmal ist keinmal“ von Janet Evanovich:
„Stephanie Plum ist jung, selbstbewusst und voller hochfliegender Pläne. Und sie ist pleite. Als sie das Angebot erhält, für 10.000 Dollar einen gewissen Joe Morelli ausfindig zu machen, sagt sie daher nicht nein. Joe steht allerdings nicht nur unter Mordverdacht, er ist auch ein alter Bekannter Stephanies. Die beiden kennen sich seit ihren Kindertagen, und eigentlich wollte Stephanie die Finger von ihm lassen. Aber was sind gute Vorsätze gegen die Macht der Gefühle?“

„Einmal ist keinmal“ ist der erste Band einer Reihe um die Protagonistin Stephanie Plum. Sie ist pleite und versucht sich mithilfe der Kopfgeldjägerei Geld zu verdienen. Dabei hat sie in diesem Metier keinerlei Ahnung oder Kenntnisse. Aber das ist egal. Einmal ausprobieren kann ja nicht schaden. Und 10.000 Dollar sind eine Menge Geld. Dass sie dabei einen Mann jagt, den sie einerseits kennt und andererseits einfach nicht zu greifen bekommt, macht die ganze Angelegenheit nicht einfacher. Denn die Wege von Joe und Stephanie kreuzen sich immer wieder. Doch wie soll die unerfahrene Stephanie auch einen erfahrenen flüchtigen Polizisten dingfest machen und zur Polizei bringen?
Insgesamt ist es ein unterhaltsamer und humoristischer Roman, den ich gerne gelesen habe. Er ist einfach geschrieben und somit schnell zu lesen. Einige Begebenheiten haben mich schmunzeln lassen und manchmal zweifelte ich daran, dass das alles derart passieren kann. Das stört das Lesevergnügen jedoch nicht.

Genre der Romane:
Betrachte ich das Genre der beiden Romane, so würde ich sie zum einen zu „Frauenromanen“ zuordnen, da der Leser viel über die Sorgen der weiblichen Protagonisten erfährt, die sich zudem um die Männerwelt drehen und, da der Leser auch Einblick in das Intimleben der Frauen bekommt. Zum anderen ist jeweils ein weiteres Genre mit eingeflossen: Bei „Scharade“ tendiere ich in Richtung Thriller, da die Protagonistin in der Angst um ihr Leben lebt, da ein Unbekannter nach ihrem Leben zu trachten scheint, während bei „Einmal ist keinmal“ eher das Genre Krimi zum Tragen kommt, da die Protagonistin selbst die Zügel in die Hand nimmt und bei der Klärung eines Verbrechens mithilft.

Fazit:
Für eine schnelle und seichte Unterhaltung kann man zu diesen Romanen greifen, muss es aber nicht. Mir haben beide Romane zumindest Spaß gemacht.

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