Das Geheimnis der Goldmine – Agatha Christie

Seit meiner Jugendzeit lese ich gerne klassische Kriminalromane. Dazu zählen Geschichten von S.S. van Dine, Ellery Queen, John Dickson Carr, Ruth Rendell, Dorothy Sayers und natürlich auch von der Queen of Crime Agatha Christie. Diese Kriminalgeschichten lese ich besonders gerne, wenn ich im Alltag stark gefordert bin und meine Lesezeit nur sehr gering ist. Dann kann ich mich schlechter auf komplexe Geschichten konzentrieren und greife lieber zu einem der oben genannten Autoren. Den Kriminalroman „Das Geheimnis der Goldmine“ habe ich im Referendariat durchgelesen.

Auf dem Klappentext der Ausgabe aus dem Scherzverlag erfährt der Leser folgendes über den neuen Fall für Miss Marple:

„Die Teepause in einem englischen Büro ist geheiligt, die Zubereitung des Nationalgetränks eine Zeremonie. Daß der Chef eine erlesene Spitzensorte bevorzugt, ist selbstverständlich. Für sämtliche Angestellten und für die Polizei. Nur Miss Marple wittert hinter diesem banalen Tatbestand eine menschliche Tragödie. Und behält recht…“

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Insgesamt gibt es drei Morde in der Familie Fortescue zu untersuchen, die es natürlich auch in die Zeitung schaffen. Über dieses Medium gelangen die Nachrichten auch zu Miss Marple, die ein regelrecht angeborenes Interesse an bewusst herbeigeführten Todesfällen hat. Es sind ihre Kreuzworträtsel und wenn sie wie in diesem Fall einen Anhaltspunkt gefunden hat, setzt sie sich auch in den Zug und fährt zu dem Anwesen, das von den Unglücksfällen heimgesucht worden ist und bringt sich mit ihrer liebenswürdigen, aber auch dreisten Art selbst in den Fall ein. Sie sieht so unscheinbar und harmlos aus, dass sie ohne Problem in das von Journalisten umlagerte Haus gelangt und auf dem ersten Blick für eine Verwandte gehalten wird.

Nach einem ersten Gespräch mit einer Familienangehörigen, hat sie die Möglichkeit die Hinweise, die in den Zeitungsbeschreibungen erwähnt werden, auf einen alten Kinderreim zurückzuführen:
„Ein Lied singt für sechs Pfennig, tu Korn in deine Jack`,
vierundzwanzig Amseln in die Pastete back.
Schneide die Pastete auf, da zwitschern die Amseln laut,
das ist ein köstlicher Gericht, als ein König je geschaut.
Der König saß im Geldhaus und zählte all sein Gold,
im Büchersaal aß Honigbrot die Herrin schön und hold.
Die Magd, die war im Garten, hängt‘  Wäsche auf die Lein‘.
Das biß sie in die Nasenspitz‘ ein Vöglein flink und klein.“ (S. 85)
 

Miss Marple hat Probleme den Inspektor von ihren Vermutungen zu überzeugen und ermittelt selbst im Haus, bis sie die ganzen familiären Verstrickungen aufdeckt und bei dem Überführen des Täters viel Licht in das Dunkel bringt.

Fazit: Ein sehr lesenswerter Fall für Miss Marple, der mich lange verwirrt hat, bis ich auf der richtigen Spur des Täters war. Das Lesen hat mir viel Spaß bereitet und ich kann ihn wie die meisten Miss Marple Romane nur wärmstens empfehlen. Dieses ist auch besonders der Fall, wenn der Alltag und die Arbeit einen derart einnimmt, dass man meint, keine Zeit mehr zum Lesen zu haben. Das lässt sich auch darauf zurückführen, dass das Schema bei den Klassikern häufig sehr ähnlich ist und nur die familiären Verstrickungen und Motive sowie die Tat selbst variiert. Eine Tatsache, die ich zu schätzen weiß.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr auch gerne klassische Kriminalromane? Was schätzt ihr an ihnen?

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